Warum ich mich für das Unbekannte entschieden habe!
Genauso eine Entscheidung musste auch ich treffen.
Ich hatte einen Nebenjob, der mir ein zusätzliches Einkommen brachte. Ich kannte die Aufgaben, fühlte mich sicher in dem, was ich tat, und die Menschen, mit denen ich arbeitete, waren großartig. Sie nahmen mich herzlich auf, begegneten mir mit Freundlichkeit und ich fühlte mich dort wohl. Von außen betrachtet gab es keinen wirklichen Grund zu gehen. Und doch gab es einen viel wichtigeren Grund, weiterzugehen. Ich wusste, dass das nicht der Weg war, den ich langfristig gehen wollte. Es war keine Entscheidung zwischen gut und schlecht. Es war eine Entscheidung zwischen dem Bekannten und dem Unbekannten. Zwischen Sicherheit und Möglichkeiten. Zwischen einem Leben, das bequem war, und dem Leben, das ich mir wirklich aufbauen wollte. Natürlich hatte ich Angst. Ich fragte mich: Was, wenn ich scheitere? Was, wenn ich die falsche Entscheidung treffe? Was, wenn ich das zusätzliche Einkommen, die Sicherheit und die Menschen verliere, mit denen ich so gerne zusammengearbeitet habe? Dann stellte ich mir eine andere Frage:
Was, wenn ich Erfolg habe?
Was, wenn genau diese Entscheidung mich dorthin bringt, wo ich schon immer sein wollte?
Mir wurde bewusst, dass ich die Zukunft nicht kennen kann. Ich kann planen, hoffen und mein Bestes geben. Aber Garantien gibt es nicht. Genau in diesem Moment erinnerte ich mich an einen Satz, den ich vor langer Zeit von einer wunderbaren Frau gehört hatte:
„Wenn du ein Ziel erreichen möchtest, dann beginne, die Person zu sein, die dieses Ziel bereits erreicht hat.“
Wie denkt diese Person? Wie trifft sie Entscheidungen? Bleibt sie dort, wo es bequem ist, oder entscheidet sie sich für den Weg, der sie ihrem Ziel näherbringt? Die Antwort war für mich eindeutig. Deshalb habe ich mich entschieden, das Bekannte gegen das Unbekannte einzutauschen. Ich habe diese Entscheidung nicht getroffen, weil ich keine Angst hatte. Im Gegenteil. Ich habe sie trotz meiner Angst getroffen. Denn Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, sich nicht von der Angst bestimmen zu lassen.
Heute weiß ich, dass diese Entscheidung so viel mehr war als nur ein Jobwechsel. Es war die Entscheidung, mich selbst zu wählen.
Nicht länger aus Gewohnheit zu leben, sondern im Einklang mit meinen eigenen Zielen und Werten. Ich bin überzeugt, dass sich das Leben nicht zufällig verändert. Es verändert sich, wenn wir bereit sind, uns selbst zu verändern. Manchmal bedeutet das, unsere Denkweise zu verändern. Manchmal unser Umfeld. Manchmal unseren Beruf. Und manchmal einfach den ersten Schritt zu wagen, obwohl wir den gesamten Weg noch nicht sehen.
Es gibt einen Satz, der mich bis heute begleitet:
„Um das Spiel spielen zu können, das wir spielen möchten, müssen wir manchmal den Spielplatz, die Mitspieler und das Spielzeug wechseln.“
Ich habe meinen Spielplatz verändert – und damit auch meine Mitspieler und mein Spielzeug. Nicht, weil ich wusste, was mich erwartet, sondern weil ich wusste, wohin ich wollte und wer ich sein möchte.
Vielleicht erreicht dieser Text gerade jemanden, der selbst vor einer ähnlichen Entscheidung steht. Dann möchte ich dir eines mit auf den Weg geben:
Lass nicht zu, dass die Angst vor dem Scheitern dich an einem Ort festhält, an dem deine Träume nicht mehr wachsen können. Die größten Veränderungen entstehen oft nicht dann, wenn wir uns sicher fühlen, sondern dann, wenn wir den Mut haben, uns selbst zu vertrauen und den ersten Schritt zu gehen.




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